zurück

Unsere Parkstettener Schule wird 50


Bunter Festtag zum Schuljubiläum - Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür wurde am Samstag das 50-jährige Bestehen der Dr.-Johann-Stadler-Schule Parkstetten gefeiert. Die Schulfamilie hatte ein kurzweiliges Programm mit Musik, Tanz und Gesang für den Festakt am Vormittag sowie umfangreiche Aufführungen, Ausstellungen und Workshops für den Nachmittag zusammengestellt.

Eröffnet wurde die Feier mit einem kurzen Filmausschnitt „Die Geschichte unserer Schule“, der als Ergebnis einer Projektarbeit in der 7. Klasse entstand. Man hatte sich erfolgreich an dem Wettbewerb des Rotary Clubs beteiligt. Konrektorin Gabriele Gläser-Schötz konnte eine große Anzahl von Ehrengästen in der Mehrzweckhalle begrüßen. Neben kirchlichen Vertretern hatten sich auch die Bundestagsabgeordneten Alois Rainer, Erhard Grundl, Corinna Miazga, der Landtagsabgeordnete Hans Ritt, die stellvertretende Landrätin Barbara Unger, der dritte Bürgermeister der Stadt Straubing Hans Lohmeier sowie Regierungsschuldirektor Franz Schneider und Schulrat Stefan Grotz eingefunden. „Unsere Schule hat keine Segel“ sang der Schulchor unter Leitung von Karin Scheiderer nach den ersten Grußworten von MbB Alois Rainer. Der Benimm-Rap der 4. Klassen unter Leitung von Michael Neuhäusler leitete beschwingt zu den nächsten Reden über. „Schön, wenn man an die alte Schule zurückkommt“, überraschte MdL Ritt die Anwesenden. Er war von 1971 – 1975 selber Schüler in Parkstetten gewesen.

Regierungsschuldirektor Schneider überbrachte die Glückwünsche der Regierung und thematisierte das Leitbild der Dr.-Johann-Stadler Schule. Die drei klar formulierten Kernpunkte „Respektvoller Umgang“, „Umweltbildung“ und „Berufsorientierung“ zeigen, dass man diese Herausforderungen annimmt und umsetzt. Bereits zum 9. Mal wurde man mit dem Titel „Umweltschule Europas“ ausgezeichnet. Seit drei Jahren wird eine Außenklasse der Papst Benedikt Schule im Hause unterrichtet. Mit einem gut durchdachten Konzept pflegt man die Vernetzung mit den benachbarten Mittelschulen Kirchroth und Bogen.

Nach dem mitreißenden Tanz „Better when I`m dancing“, dargeboten von den Mädchen der 7. Jahrgangsstufe, ergriff Bürgermeister Heinrich Krempl das Wort. Er ging auf Geschichte und Entwicklung des Schulgebäudes ein. Nach Gründung eines Schulverbandes erwarb man in der Harthofer Straße ein Grundstück und begann 1967 mit dem Erdaushub. Im gleichen Jahr konnte bereits Richtfest gefeiert werden und im September 1968 war Unterrichtsbeginn im neuen Schulhaus. Die Hauptschule wurde in den darauffolgenden Jahren um weitere Gemeinden ergänzt. Johannes Goerlich und Leopold Großmann waren die ersten Rektoren, bevor Heinz Hentschirsch 21 Jahre die Schule leitete. In seine Zeit fiel der Erweiterungsbau und der Neubau der Mehrzweckhalle. Unter Rektor J.N. Kerscher wurden in fast fünfjähriger Bauzeit das gesamte Schulhaus und die Außenanlagen generalsaniert. Eine moderne, helle und technisch bestens ausgestattete Schule ist das Ergebnis. Mit einem eigenen, engagiert vorbetragenen Geburtstagslied gratulierten die Kinder der Papst Benedikt Schule.

Der Schulleiter Thorsten Fuchs ging in seiner Rede auf den Ist-Zustand seiner Schule ein und gab einen Ausblick für die Zukunft. Digitalisierung und technische Ausstattung sind dank Sachaufwandsträger bereits auf einem hohen Stand. „Glasfaseranschluss und Tablet-Tower wären da noch das i-Tüpfelchen“, so Fuchs. Im Schulentwicklungsprogramm hat sich das Kollegium ein Methodencurriculum zum Ziel gesetzt, wo spezielle Kompetenzen für jede Jahrgangsstufe erarbeitet werden. Der neue Lehrplan- Plus wird in 4 Jahren in der Mittelschule komplett eingeführt sein. In seinen Dank schloss Herr Fuchs Sachaufwandsträger, Kollegium, Elternbeirat, Hauspersonal und Schulsekretärin ein. Der Schulchor beendete mit dem schwungvollen Song „Wir feiern 50 Jahr“ den offiziellen Teil der großen Feier.

Im Anschluss daran startete der Tag der offenen Tür mit Schüler und Eltern. In den Grundschulklassen konnte man ein Bilderbuchkino oder ein Theaterstück der 2. Klassen besuchen. Kreativ ging es in anderen Klassenräumen zu: Malen und Basteln von Sonnenblenden, Drucken von Erinnerungskarten oder Upcycling- Ideen für den Schreibtisch mit Ausstellung dazu. Gemeinsames Singen sowie Bewegungs- und Geschicklichkeitsstationen im Schulhaus kamen dabei auch nicht zu kurz. Die neuen Spielgeräte und die Kletterwand im Pausenhof konnten bei der Gelegenheit ebenso in Augenschein genommen oder auch ausprobiert werden. Während der gesamten Zeit verköstigte der Elternbeirat alle mit Essen, Kaffee und Kuchen.

Die Kinder der Mittelschule verzierten in der Schulküche Parkstettener Herzerl mit Zuckerguss und luden im Werkraum an Stationen zu Geduldsspielen ein. Selbstgemachte Postkartenhalter aus Holz und Draht konnten ebenso bewundert werden. In den Räumlichkeiten der 7. Klasse wurde der selbstgedrehte Film „Die Geschichte unserer Schule“ mehrmals in voller Länge gezeigt. Eine umfangreiche Ausstellung mit vielen Bildern, Zeitungsausschnitten und Interview-Ergebnissen zu dieser Projektarbeit konnte in der Turnhalle besucht werden. Der 9. Klasse der Papst Benedikt Schule durfte beim Bemalen von Fliesen über die Schulter geschaut werden. Ein eigens zusammengestellter Schulhausführer regte die Gäste zum selbstständigen Erkunden des Schulhauses an. Ein Erzählcafe für Ehemalige der Parkstettener Schule hatte dauerhaft geöffnet. Schülerbücherei und Horträume luden zum Schmökern, Spielen und Basteln ein. Die Popcornmaschine des Elternbeirats fand bei allen Kindern großen Anklang. Mit einer Bühnenshow für die Eltern endete der rundum gelungene Festtag an der Schule.